Gesunder Tee

Seit Tee vor fast 5000 Jahren zum ersten Mal erwähnt wurde, kann das heisse Aufgussgetränk auf eine steile Karriere zurückblicken, die noch lange nicht zu Ende ist. Seit dem 17. Jahrhundert auch in Europa äusserst beliebt, nahm dieses Getränk wesentlichen Einfluss auf kulturgeschichtliche Ereignisse und sogar politische Begebenheiten. Heute, wird Tee vor allem als Heil- und Genussgetränk genossen. Der heute vorgestellte Tee heisst Kukicha und verbindet Genuss und Gesundheit in schönster Harmonie.

Die Teepflanze gehört zur Familie der Kamelien und ist heimisch in China und Indien. China gilt als Entdecker des Tees, Japan hat ihn perfektioniert und England kolonialisiert. Streng genommen gibt es nur vier richtige Teesorten ? schwarzer, grüner, oolong und weisser Tee. Sie werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten gepflückt und unterschiedlichen Oxidationsprozessen ausgesetzt. Kräutertees enthalten keine Blätter der Teepflanze.

Teetrinker auf der ganzen Welt wussten es schon lange: Tee ist gesund und tut gut. Wissenschaftler scheinen dies mit einer Vielzahl von veröffentlichen Untersuchungen zu bestätigen und schreiben dem grünen und schwarzen Tee weitreichende Gesundheitsfördernde Wirkungen zu. Ob der Tee anregend oder beruhigend wirken soll, kann der Teetrinker weitgehend selber bestimmen. Das Koffein (oder Tein) löst sich schon nach 2 Minuten, während die Gerbstoffe sich langsam lösen und noch in den nächsten drei Minuten freigesetzt werden. Dies bedeutet, je kürzer der Tee zieht, desto anregender wirkt er, je länger er zieht, desto beruhigender wirkt er auf den Magen- und Darmtrakt.

Kukicha ist ein grüner Tee, der aus kleinen Zweigen eines Teestrauchs hergestellt wird, die erst nach 3 Jahren geerntet werden. Der Name Kukicha stammt vom japanischen Wort ?Kuki?, was so viel wie ?Stiel? bedeutet. Der Hauptanteil des Kukicha Tees sind Blattstiele, die bei der Sencha- und Banchaproduktion ausgesiebt werden. Mit Stücken vom Stamm zusammen werden sie viermal geröstet. Kukicha Tee enthält praktisch kein Koffein, dafür umso mehr Mineralien und hat die Fähigkeit, sowohl Säureüberschüsse als auch basische Konditionen im Körper zu neutralisieren. Der hohe Anteil an Mineralien fördert zudem die Wundheilung. Der Geschmack ist leicht, feinherbig, frisch und aromatisch und ist bis in den späten Abend für die ganze Familie das ideale Getränk. Kochen sie den Tee für 10 Minuten mit geschlossenem Deckel und sieben sie ihn ab. Teemenge und Kochzeit entscheiden, wie kräftig der Tee wird. Die Teezweige können problemlos zweimal aufgekocht werden.

Nutzen sie also die verbleibenden Wintermonate, um auf Entdeckungsreise zu gehen. Erkunden sie die reiche Welt des Tees und schaffen sie sich ihr eigenes Teeritual. Um 5 Uhr wie in England, am Morgen, während der Arbeit oder vor dem Schlafen gehen.

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